Huaraz – Cordillera Blanca II

Laguna Llaca und der Nevado Vallunaraju 5.680 m

Nach ein paar ruhigen Tagen in Huaraz, die wir zur Informationsbeschaffung und der Organisation einer neuen SOAT (obligatorischen Versicherung für unseren Carlos) nutzten ging es endlich in die Berge. Über eine schlechte und sehr steinige Straße rumpelte Carlos tapfer auf etwa 4.400 m. Direkt vor dem Häuschen des Nationalparkaufsehers war Schluss und wir richteten uns einen schönen Stellplatz für die nächsten Tage ein. Nur wenige Minuten von unserem Camp entfernt lag die Laguna Llaca, ein eisiger Gletschersee vor einer Bergkulisse der Superlative. In den nächsten Tagen wanderten wir das Tal zwischen Felswänden und Moräne entlang und genossen die wunderschöne Landschaft. Den Plan Klettern zu gehen gaben wir aufgrund der sehr alpinen Absicherungen und dem häufigen Eisregen von oben auf. Wir erkundeten noch den ersten Teil des Aufstieges zum High Camp des Vallunaraju und machten uns an die vielleicht schwierigste Aufgabe des Berganstieges – das Rucksackpacken. Um ja nicht zu viel schleppen zu müssen wurde genau überlegt was mit durfte und was im Carlos bleiben musste.

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Schlussendlich waren unsere Rucksäcke beide wieder deutlich überfüllt und wir kämpften uns den äußerst steilen und schrecklich sandigen Weg nach oben. Eine kleine Kletterpassage versicherten wir mit Reepschnüren, da wir aufgrund der schweren Lasten unter leichten Gleichgewichtsprobleme litten. Langsam ging es immer weiter in die Höhe und nach knappen 3 Stunden erreichten wir das Moränenlager auf knappen 4.900 m. Auch ein paar andere Bergsteiger aus aller Welt hatten bereits ihre Zelte auf dem angenehmen Lagerplatz aufgeschlagen. Wir waren jedoch (wiedereinmal) die einzigen die am nächsten Tag ohne Guide auf den Gipfel wollten. Wir verbrachten den Nachmittag mit Essen- und Teekochen und suchten noch den Anstieg zum Gletscher. Die Nudeln mit Tomatensauce wollten aufgrund der gatschigen Konsistenz, das Wasser kocht in dieser Höhe leider nicht bei 100°C, nicht richtig schmecken, aber der Hunger war größer und ließ uns alles bis zum letzten Bissen aufessen. Auch die Packerlnudelsuppe stellte kein kulinarisches Highlight dar, erfüllte jedoch ihren Zweck uns zu Wärmen und mit Flüssigkeit zu versorgen.
Am Abend kam noch eine vierteilige Gruppe inkl. Führer ins Basislager. Ein armer Peruaner hatte sich direkt von Lima in die Höhe geschleppt und litt unter starken Höhenproblemen. Als er sich übergab wandten wir uns an den verantwortlichen Bergführer, dieser meinte jedoch nur, dass das nicht so schlimm sei und er morgen zeitig mit einem seiner Gäste aufsteigen werde und dann den Höhenkranken ins Tal bringen würde. Wieder einmal waren wir froh alleine unterwegs zu sein.
Nach einer kurzen, aber nicht zu kalten Nacht – den Daunenpatscherln sei dank – läutete um viertel nach zwei der Wecker und nach einem kurzen Frühstück füllten wir noch unsere Thermoskannen und machten uns um drei auf den Weg. Die anderen beiden Seilschaften waren bereits früher aufgebrochen und so waren wir froh, den Weg bereits am Vortag ausgekundschaftet zu haben. Nach einer knappen halben Stunde in der wir über vom Gletscher abgeschliffene Granitplatten kletterten, erreichten wir den Einstieg, legten die Eisausrüstung an und stapften im Schein unserer Stirnlampen mit nun deutlich leichteren Rucksäcken über den im finsteren endlos wirkenden Gletscher. Eine breite Spur führte uns in den nächsten Stunden vorbei an tiefen Gletscherspalten und Seracs. Im ersten Morgenlicht erreichten wir den Steilaufschwung der uns auf den Gipfelgrat führen sollte. Über gut ausgetretene Stufen erkletterten wir problemlos die Steilstufe und genossen die Aussicht über das kurze ausgesetzte Stück des Grates. Nach ein paarmal innehalten zum kräftig “Durchatmen” auf den letzten Metern standen wir um kurz vor 7.00 Uhr auf dem Gipfel des Vallunaraju und genossen eine tolle Aussicht auf die umliegenden Fünf- und Sechstausender. Vorsichtig machten wir uns an den Abstieg und nachdem wir das steilste Stück zurückgelegt hatten, legten wir in der wärmenden Morgensonne eine wohlverdiente Rastpause ein. Gierig verschlangen wir etliche Müsliriegel und stärkten uns mit Cocatee. Dank der angenehmen Sonnenstrahlung konnten wir uns bald aus unseren Daunenjacken befreien und den Abstieg über den riesigen Gletscher so richtig genießen.
Zurück bei unserem Zelt kam der unangenehme Teil – das Zusammenpacken. Unsere unzähligen Sachen, wollten einfach nicht mehr in die Rucksäcke passen. Mit viel Stopfen und etwas Gewalt schafften wir es unsere Ausrüstung halbwegs gut zu verstauen und machten uns auf den Abstieg über einen anderen Weg, der direkt ins Tal führen sollte und uns von den Führern empfohlen wurde. Es hieß noch einmal alle Kräfte für den Abstieg mit dem schweren Gepäck zu mobilisieren. Die Guides hatten uns jedoch nicht zu viel versprochen und bis auf eine kurze ausgesetzte Stelle erwies sich dieser Weg zwar auch als steil, aber als deutlich angenehmer und sicherer als unser Aufstiegspfad. Auf der Straße angekommen ließ sich ein Taxifahrer, der auf Gäste wartete, von uns erweichen uns für ein paar Soles zu unserem Carlos zu bringen. Als wir diesen wohlbehalten vorfanden, konnten wir uns so richtig über die gelungene Bergfahrt freuen.

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Auf dem Weg ins Tal beschlossen wir spontan auf ein kühles Bierchen zum “The lazy dogs Inn” zu fahren. Bei erfrischenden Getränken erfuhren wir mehr über dieses interessante und für uns einzigartige Hotel. Zwei Kanadier hatten sich hier mit ihren Pferden und Hunden niedergelassen und ein Hotel auf sowohl sozial- wie auch umweltfördernder Basis aufgebaut. Im Gespräch wurde uns von den Besitzern angeboten die Nacht hier zu verbringen und lediglich für das Abendessen zu bezahlen. Gerne nahmen wir dieses Angebot an und genossen bald darauf eine herrlich, warme Dusche. Das Abendessen wurde den Gästen gemeinsam an einem großen Tisch serviert. Trotz anregender Gespräche mit den anderen Gästen und den Besitzern zog es uns zeitig zurück in unseren Carlos und nach diesem langen Tag konnten wir unser feines großes Bett wieder richtig schätzen.

Huaraz – Cordillera Blanca I

Der Pastoruri Gletscher und die Puya Raimondi

Die Ausreise aus Lima gestaltete sich gottseidank deutlich einfacher als der Hinweg. Bald befanden wir uns auf der Panamericana Norte.
Je weiter wir uns vom Stadt – und Nobelzentrum entfernten umso ärmlicher und dreckiger wurden die Wohngegenden. Noch lange nach der Stadtgrenze zierten zahllose einfachste Hütten die Straße. Für uns war es wieder einmal unvorstellbar wie die Menschen hier ohne Wasser und Strom lediglich zwischen den Sandkörnern der Wüstenlandschaft leben können.

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Wir freuten uns als endlich die Straße nach Huaraz rechts abzweigte und wir die Panamericana verlassen konnten. Die Straße folgte zunächst lange einem fruchtbaren Talboden. Auch den Menschen hier schien es wieder besser zu gehen. Bei Verkaufsständen neben der Straße deckten wir uns noch mit einer ordentlichen Menge an Chirimoyas, den süßen Pepinos und Avocados ein. Um ins Santa-Tal zu gelangen, mussten wir noch einen über 4.000 m hohen Pass überwinden. Schon bei der Überfahrt ließen die ersten schneebedeckten Berggipfel unsere Bergsteigerherzen höher schlagen. Kurz vor dem Örtchen Catac verließen wir das Santa-Tal und machten unseren ersten Abstecher Richtung Huascarán – Nationalpark. Doch die Müdigkeit von der langen Fahrt übermannte uns und wir suchten uns schon kurz nach der Abzweigung einen einsamen und ruhigen Schlafplatz auf etwa 3.900 m. Am nächsten Morgen folgten wir der Schotterpiste weiter und es dauerte nicht lange bis wir den Kontrollposten des Nationalparks passierten. Vorbei an den riesigen Puya Raimondi-Pflanzen schlängelte sich die Straße das Tal weiter nach oben. Plötzlich konnten wir beinahe unseren Augen nicht trauen. Ein T5 California mit französischem Kennzeichen kam uns in dieser Einöde entgegen. Die Autos wurden kurzerhand auf der Straße abgestellt und wir freuten uns Claudia und Michele, die wir bereits in Cusco getroffen hatten, wieder zu sehen. Nachdem wir uns kurz ausgetauscht hatten ging die Fahrt in die Höhe wieder weiter. Der Pastoruri-Gletscher, ein beliebtes Ausflugsziel von Huaraz, stellte unser Tagesziel dar. Wir wunderten uns schon, dass wir noch keine Touristen getroffen hatten und beschlossen noch gemütlich zu Jausnen bevor wir den Spaziergang zum Gletscher starten wollten. Doch auf einmal traf ein Convoy aus Touristenbussen ein. Schnell sprangen wir in unsere Sportschuhe, schnappten die Kamera und machten uns auf den kurzen und breiten Weg Richtung Pastoruri-Gletscher. Bald kamen uns schon die ersten Touristen auf Pferd (um den meist eher unsportlichen Touristen den kurzen Aufstieg auf knapp 5.000 m zu erleichtern stehen etliche Einheimische mit Pferden bereit) entgegen. Unsere Begeisterung über den Gletscher hielt sich in Grenzen, vor allem auch aus dem Grund, dass ein Aufstieg auf den nahen Gipfel verboten war. Auch die Erkundung der näheren Umgebung abseits des Trampelpfades wurde uns untersagt. Wir genossen noch die schöne Aussicht und traten bald wieder die Rückreise in den wärmenden Carlos an. Um nicht ganz so hoch zu schlafen, fuhren wir noch zurück zu den großen Puya Raimondis auf etwa 4.200 m. Am nächsten Morgen packten wir nach einem ausgiebigen Frühstück die Kamera samt Teleobjektiv und machten uns auf den Weg um eine weiter oben am Hang gelegene blühende Puya Raimondi aus der Nähe zu betrachten. Die größte Bromelienart braucht teilweise bis zu 100 Jahre bis sie den längsten Blütenstand der Welt ausbildet. Nach der Blüte sterben die wunderschönen Pflanzen ab. Von der Straße konnten wir zahlreiche abgestorbene und schwarz verfärbte Puyas betrachten. Da wir jedoch unbedingt ein blühendes Exemplar aus der Nähe betrachten wollten, machten wir uns auf den Weg. Wir hatten uns nicht zuviel von dieser einzigartigen Pflanze erwartet. Besonders die zahlreichen Kolibris, die gierig von den Blütenkelchen naschten, faszinierten uns. Da es in dieser Höhe keine Insekten mehr gibt, dienen die flinken Kolibris der Bestäubung. Wir knipsten mit ausgefahrenem Teleobjektiv, bis der Akku seinen Geist aufgab.
Noch am selben Tag machten wir uns auf den Weiterweg nach Huaraz und nach einer etwas nervenauftreibenden Suche fanden wir einen sicheren Stellplatz beim Hotel Santa Cruz.

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Gold & Umweltverschmutzung – Back to reality

Nach einem kurzen Abstecher zum städtischen Markt in Puerto Maldonado traten wir am nächsten Tag die Weiterreise auf der Interoceanica an. Doch das landschaftliche Bild hatte sich gewandelt. Wo wir am Vortag vorbei an ursprünglichen Urwäldern gekurvt waren, zeigte sich uns an diesem Tag ein trauriges Bild. Viele Goldgräber hatten sich nahe der Straße angesiedelt und beuteten den Urwald gnadenlos aus. Die Siedlungen aus mit bunten Planen verhängten Hütten bildeten ein abscheuliches Bild.
Jährlich werden im Bezirk Madre de Dios 16.000 – 18.000 kg Gold geschürft. Für jedes Kilo Gold werden etwa 2,8 kg Quecksilber benötigt, die nicht nur zu einer lokalen Verschmutzung führen, sondern über die Flüsse weiter in den Amazonas gelangen. Dabei wird sowohl das Trinkwasser wie auch die Flüsse, die mit ihren Fischen als wichtige Nahrungsquelle der indigenen Bevölkerung dienen, verseucht. Die über 30.000 Goldschürfer von denen 99% illegal arbeiten, haben bereits geschätzte 32.000 ha Urwald zerstört. Auch die für den Tourismus wichtigen Regionen wie die Nationalparks werden von den Goldgräbern nicht verschont. Die Ausbeutung der Natur nahm in den letzten Jahren durch den steigenden Goldpreis rapide zu. Aufgrund der Kontaminierung des gesamten Grundwassers wurde uns auch in Puerto Maldonado vom Genuss des Leitungswassers dringend abgeraten.
Geschockt und traurig über die Menschheit und das allgegenwärtige Verlangen nach Geld (bzw. Gold) fuhren wir den Anden entgegen.

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Am nächsten Tag führte uns die Straße kurz nach Ocongate direkt an einem bunten Andenmarkt vorbei. Wir hielten und erlebten ein für uns einzigartiges Spektakel. Bei dem zweitägigen Festival wurden Lamas, Alpakas, Kartoffeln, Schafe, Handarbeitsprodukte etc. einiger, naher Dörfer bewertet und prämiert. Die Sieger erhielten Sachpreise in Form von Reis, Gaskochern und anderen nützlichen Utensilien. Gespannt verfolgten wir die Show und waren verzückt von den bunt gekleideten Andenbewohnern vor der Kulisse des schneebedeckten Aussangate. Die wolligen Alpakas erinnerten uns an flauschige Kuscheltiere.

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Nach weiteren knappen zwei Stunden Fahrzeit waren wir in Cusco auf dem Campingplatz Quinta Lala eingetroffen. Die nächsten Tage verbrachten wir mit einer gründlichen Innenreinigung von Carlos und freuten uns wieder andere Autoreisende zu treffen. Gemeinsam genossen wir mehrere Abende am Lagerfeuer. Manfred führte uns in die Kunst des Erdbratens ein, den wir gemeinsam mit einem französisch- kolumbianischen Pärchen verspeisten. Da uns jedoch der Tourismus in Cusco beinahe übermannte und uns nach der langen einsamen Zeit überhaupt nicht zusagte, traten wir bald wieder die Weiterreise über Ayacucho nach Nasca an. Auf dem Weg wurden wir wieder einmal mitten in der Nacht von Polizisten geweckt und kontrolliert.

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In Nasca machten wir nur einen kurzen Zwischenstopp und betrachteten von einem Aussichtspunkt die berühmten Nascalinien. Nach einer ruhigen Nacht in der Oase Huacachina brachen wir zeitig auf um uns noch am frühen Vormittag in Pisco mit frischen, leckeren Fischen einzudecken. Neben Garnelen für Martin kauften wir 1 kg Schwertfischfilet. Den restlichen Tag verbrachten wir mit der Fahrt über die Panamericana Richtung Lima. Die Wüstenlandschaft an der peruanischen Küste wurde durch künstliche Bewässerung fruchtbar gemacht, wobei vor allem riesige Orangen- und auch Gemüseplantagen sich neben der Panamericana erstreckten. Doch so zahlreich wie die glänzenden Orangen, gab es auch etwa ebenso viele Hüttchen aus Strohmatten und Menschen, die mit “Pestizid-rucksäcken” bewaffnet, jedes Pflänzchen einzeln düngten.

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Aufgrund der ungewissen Sicherheitslage an der Hauptverbindungslinie beschlossen wir in Lima zu nächtigen. Da wir uns jedoch bei der Anfahrt zum Nobelbezirk Miraflores hoffnungslos verfuhren, erbarmte sich die Polizei uns mit dem Einsatzfahrzeug den Weg zu weisen. Wir wurden streng angewiesen die Fenster zu schließen und die Türen zu versperren, da wir anscheinend nicht einmal hinter der Polizei sicher waren. Nach einigen anstrengenden Fahrstunden erreichten wir endlich das Hitchhikers Hostel bei dem wir auf einem sicheren Parkplatz campieren konnten.
Am nächsten Tag erkundeten wir Miraflores und konnten unseren Augen kaum trauen, als wir einen riesigen Nobelsupermarkt der alles bot was man sich wünschen könnte, genauer unter die Lupe nahmen. Doch dieses “Schlaraffenland” des Konsums hatte auch seinen Preis. Und obwohl uns die leckere Tafel Lindt-Schokolade schon sehr reizte, war sie uns um umgerechnete 6 € einfach zu teuer. Wir entschieden uns eine Flasche Wein (die billigste kostete 5 €!) und eine Flasche Pisco zu erstehen – dazu erhielten wir aber Beratung auf höchstem Niveau.
Das gesellschaftliche Ungleichgewicht in diesem Land könnte nicht größer sein.

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Peru

Angekommen bei der peruanischen Grenze freuten wir uns so richtig wieder die spanische Sprache zu vernehmen. Da außer uns nur brasilianische Reisende die Grenze überschritten (und der spanischen Sprache nicht mächtig waren) konnten wir erstmals so richtig mit unseren Spanischkenntnissen auftrumpfen. Unproblematisch und mit ein bisschen Smalltalk hatten wir bald die Grenzformalitäten erledigt. Vor uns lag der im Jahre 2012 fertiggestellte peruanische Teil der Interoceanica. Über eine perfekt ausgebaute Straße, die es wohl mit den neuesten europäischen Straßen aufnehmen könnte, ging es bis Puerto Maldonado durch eine schöne, und relativ heil wirkende Urwaldlandschaft. Im Finsteren erreichten wir die Hauptstadt des Distriktes Madre de Dios und da wir nicht wussten, wo wir die Nacht verbringen sollten, parkten wir Carlos kurzerhand neben einer Polizeistation. Um uns nach dem langen Fahrtag noch ein bisschen die Füße zu vertreten, unternahmen wir einen Erkundungsgang in die Urwaldstadt. Musik tönte von weitem aus Lautsprechern und es schien als hätte sich die gesamte Stadt auf der Plaza und der angrenzenden Fußgängerzone versammelt. Die Einwohner feierten das über 100-jährige Bestehen ihres Departamentos. Dazu waren auch zahlreiche Bürgermeister von anderen wichtigen peruanischen Städten gekommen und nach einem klassischen Konzert tönte auch bald südamerikanische Musik und Mentalität von der Bühne. Wir genossen noch ein paar Pisco-Sour zum Peru-Einstieg, als uns plötzlich lautes Krachen aus unserer beginnenden Müdigkeit riss. Ein riesengroßes Feuerwerk erleuchtete den Urwaldhimmel. Auch die nicht so genauen Sicherheitsstandards in Südamerika konnte man dabei deutlich beobachten, da nicht wenige brennende Feuerwerkskörper direkt neben den begeisterten Schaulustigen auf den Boden fielen. Nach diesem Spektakel machten wir uns müde auf den Rückweg in unseren Carlos.

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