Update aus dem Nationalpark “Tierra del Fuego”

Bei uns wirds jetzt Zeit wieder die Hauben und Handschuhe auszupacken – in der Nacht wird es schon ganz schön kalt (6-8°C im Auto) und die Standheizung ist schon sehr angenehm!!! Die erste Gasflaschenfüllung ist schon verheizt/verkocht.
Gestern waren wir auf unserem ersten Berg. Schneefall, Regen, Sonnenschein, wunderschöne Bäume mit Flechten….

Nach diesen etwa 1000 Höhenmeter auf den Cerro Guanaku, erfrischte sich Martin im kalten See. Das südlichste und kälteste Bad bis jetzt.

In Ushuaia zurück werden noch einige Besorgungen gemacht und die Wäsche gewaschen. Cafe und Submarino (heiße Schokolade) mit süßem Gebäck in der Panaderia schmecken lecker. Vollgetankt mit Wasser Diesel und Gas geht es nun wieder nordwärts. Die nächsten Tage werden wieder die Schotterstraßen der Umgebung unsicher gemacht. Dann werden wir wieder nach Chile einreisen und auf’s Festland bei Punta Arenas übersetzen.

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Feuerland – El fin del mundo

Fast enttäuscht waren wir, als wir auf Feuerland ankamen und sich uns das gleiche Landschaftsbild wie in den letzten tausenden Kilometern zeigte. Umso überraschter waren wir, als während der Fahrt die Straßenränder aufeinmal von märchenhaften flechtenverhangenen Wäldern geziert wurden. Das ganze Schien im wechselnden Sonnenlicht fast unwirklich. Doch nach kurzer Zeit wurde der Wald immer dichter und größer und auch die Schneeflocken begrüßen uns auf der Fahrt über kleine Pässe Richtung Süden. Ähnliche Verhältnisse wie in Europa;) Steile, verschneite Berge zeichneten das Landschaftsbild, als wir Ushuaia -die südlichste Stadt der Welt – erreichten. Jetzt heisst es erst mal entspannen und sich ein wenig in der Natur zu bewegen.

Auf Punta Tombo

….. tummelt sich die weltweit größte Magellanpinguin- Kollonie mit etwa 500.000 Pinguinen. Bei der Besichtigung musste man beinahe Aufpassen, dass man nicht über einen Pinguin stolperte, der es sich auf dem Besucherweg gemütlich gemacht hatte. Von diesen vielen süßen Tierchen mit ihren Babies konnten wir uns fast nicht sattsehen.
Der nächste Halt war beim Monumento Natural Bosques Petrificados, wo 150 Millionen Jahre alte versteinerte Bäume bestaunten. Es war für uns unvorstellbar wo denn die riesigen Bäume herkamen, wo wir jedoch in den letzten tausend Kilometern auf der Routa 3 in der endlosweiten Pampa beinahe keine Bäume mehr gesehen haben. Zusammen mit Kerstin und Tobias und ihrem Freddo ging die Reise Richtung Süden weiter. Als nächstes Ziel steuerten wir den Parque National Monte Leon an, um abermals Pinguine zu besichtigen. Nach vielen weiteren Kilometern südwärts durften wir gestern nach etwa 3 Stunden an der Grenze nach Chile einreisen und mit einer Fähre über die Magellanstraße fahren und dabei auch noch Delphine bestaunen. Wir waren auf Feuerland angekommen. Schnell brachten wir noch die etwa 100km Schotterpiste hinter uns – ein wilder Ritt. Noch am selben Tag passierten wir wieder die chilenische Grenze und verbrachten eine Nacht gemeinsam mit Kerstin und Tobi im Niemandsland. Um den schönen Stellplatz zu erreichen musste Carlos abermals seine Off-Road Fähigkeiten unter Beweis stellen. Aufgrund der steilen Böschung, die Carlos überwinden musste fehlt schon der erste Rückstrahler.

Halbinsel Valdes

Auf der Peninsula Valdes durfte Carlos seine Offroad-Qualitäten unter Beweis stellen. Fast 300 Kilometer Schotterpiste, mit teilweise Wellblechpisten ließen den Armen schon ganz schön ins “Schwitzen” kommen, sodass er sogar Hilfe aus dem tiefen Schotterbankett brauchte. Doch dank der vielen Pick-Ups der Argentinier waren wir auch schon keine 15Minuten später wieder bereit zum Weiterfahren. In diesem Naturschutzgebiet konnten wir Pinguine und viele “faule” Seelöwen und Robben beobachten. Auch Flamingos, ein Gürteltier und Guanakos schmückten den Weg. Nach diesen schönen Tagen konnte man in Carlos schon beinahe Sandburgen bauen, so dass wir zurück in Puerto Madryn erstmals eine Ferreteria (Eisen- und Haushaltswarenhandlung) aufsuchten und uns gut mit Silikon eindeckten. Den nächsten Tag verbrachten wir am Campingplatz – Martin silikonierte – Anna wusch Wäsche und entsandete das Auto. Doch da uns das Campingplatzleben so gar keinen Spaß macht ging es schon am nächsten Tag wieder südwärts Punta Tombo entgegen.
Auf dem Weg dorthin konnten auch sogleich die Abdichtungsmaßnahmen auf der nächsten Schotterpiste getestet werden.

Ein paar Reiseeindrücke ……

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On the road again!

Buenos Aires hat uns ganz gut gefallen, nachdem wir auch so herzlich von einer Couchsurferin und ihrer Tochter aufgenommen worden sind. Hier konnten wir die ersten 9 Tage übernachten und uns an die argentinische Lebensweise anpassen.

Am Freitag den 3.2.2012 konnten wir endlich unseren Camper “Carlos” im Hafen in Empfang nehmen. Die Abwicklung im Hafen war eine recht spannende Prozedur für sich: Mit der Verschiffung eines Wohnmobils kennt sich dort natürlich keiner aus. Von einem Schalter zum nächsten, dann wieder zurück und dies ungefähr 3-4 mal. Schlussendlich konnten wir nach etwa 10h hin und her im Hafen, inklusive einer Drogen-kontrolldurchleuchtung, unseren Mercedes durch die Großstadt bewegen. Am nächsten Tag ging es los!

Nun haben wir schon die ersten 1200km Kilometer auf der Ruta 3 hinter uns gelassen und steuern die Peninsula Valdes an.
Impressionen der ersten Tage: endlose Weiten,
sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, gutes Steakfleisch, man kann sich nicht vorstellen wie lange man gerade ausfahren kann!, riesige Rinderherden…..

Derzeit sind wir ohne große Probleme unterwegs und haben sogar schon einen wilden Adapter zum fuellen der 2 europaeischen Gasflaschen beim Gaszwischenhandler besorgen koennen. Im Hinterhof wurden dann gleich ca 7-8kg in die Flaschen gefuellt ;) obwohl nur 5kg Platz haetten. somit sind wir mittlerweile ziemlich autark unterwegs: Der Kuehlschrank und der Herd läuft über Gas, die Beleuchtung über die Batterie und das Macbook wird über den Wechselrichter geladen – dank Solarzelle, wenn’s nötig ist auch auf einem schönen Standplatz.

Nachdem wir in Carmen de Patagonia die Gasflaschen bereit hatten, haben wir einen Abstecher nach Balneario de Condor zu einem schoenen Badestrand gemacht.Anna’s 1/4 Jahrhundert wurde mit einem Strandlauf begonnen. Anschliessend ging es nach La Loberia zu den Seelöwen/Roben?. Ubernachten konnten wir bei einem schoenen Stellplatz zwischen Condor/Loberia direkt ueber den steil abfallenden Klippen. By the way: In der Nacht stürmte es ziemlich, sodass der Bus hin und her wackelte.

Wir haben nun vor einige Tage auf der Halbinsel Valdes zu verbringen, wo wir einige Tage verbringen werden

und dann geht es wieder weiter suedlich.

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