Kurz nach Ríobamba zweigten wir von der Panam in östliche Richtung ab und erreichten nach mehreren Irrfahrten den beliebten Wallfahrts- und Urlaubsort Baños. In Baños, das auf 1.820 m gelegen war, wucherte bereits wieder eine üppige Vegetation. Am Parkplatz der “La Petit Alberge” fanden wir einen Stellplatz für die nächste Woche. Um unser Spanisch weiter aufzubessern ging es hier für eine weitere Woche in die Schule. Neben dem strebsamen Lernalltag verbrachten wir unsere Freizeit mit Ausflügen in die Umgebung mit Fahrrad, Rafting-Boot und per Pedes. Auch bei einem nahen Klettergebiet versuchten wir uns, mussten jedoch einsehen, dass wir auf dem rutschigen Felsen nur den einfacheren Routen gewachsen waren. Auch die vielbesuchte Wasserfallroute stand auf unserem Programm.
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Von Baños traten wir die Weiterreise in den Oriente, wie in Ecuador das Amazonasbecken genannt wird, an. Auch hierhin ging es zügig über bestens ausgebaute Asphaltstraßen. Nach einem kurzen Einkauf am Markt in Puyo ging es weiter Richtung Süden zum kleinen, privaten Naturschutzgebiet “Hola Vida”. Hier fanden wir auch einen tollen und noch dazu kostenfreien Stellplatz mit Duschen und Vogelgesang in der Nacht. Am nächsten Tag spazierten wir gemütlich durch den Regenwald zu einem romantischen Wasserfall. Ein erfrischendes Bad mit gleichzeitiger Dusche von oben war dabei inbegriffen. Wir genossen die willkommene Abkühlung und lauschten dem Wald mit seinen unzähligen Geräuschen bevor wir wieder den Rückweg antraten. Zurück beim Carlos brannte die Sonne ohne den Schutz des Blätterdaches ungnädig auf uns herunter. Da wir diese tropisch, feucht- heißen Temperaturen nicht mehr gewohnt waren ging es bereits am nächsten Morgen weiter nach Macas, wo wir die Straße Richtung Westen einschlugen, die uns wieder in kältere Gebiete bringen sollte. Als kurz darauf der Asphaltbelag endete und es über eine schöne Schotterpiste weiterging freuten sich nicht nur wir, sonder auch Carlos, der sich in der Zwischenzeit schon wie ein richtiges Offroadwohnmobil fühlte und sich in Ecuador auf dem vielen Asphalt überhaupt nicht “artgerecht” behandelt fühlte. Freudig schraubte sich Carlos Kurve um Kurve langsam in die Höhe. Die Straße führte direkt durch den Sangay Nationalpark. Als auf einmal der Vulkan Sangay mit seinem schneebezuckerten Konus aus den Nebelschwaden auftauchte, beschlossen wir die Nacht auf diesem wunderbaren Aussichtsplatz zu verbringen. Leider versteckte sich der Vulkan am Abend wieder in dichten Wolken.
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Bei wechselnden Wetterbedingungen ging es am nächsten Tag weiter in die Höhe. Der Nebel verlieh dem Páramo eine gespenstische Stimmung. Bei einem kleinen, einfachen Restaurant aßen wir eine frische Forelle zu Mittag. Neugierig wurden wir von den Einheimischen gemustert. Obwohl sich das Restaurant in einer sehr einfachen und auch unbequem kalten Hütte befand, wurden die Menschen von einem modernen Flachbild-fernseher unterhalten. Diese Luxusartikel konnte man Ecuador an den entlegensten Ecken finden. Auf dem Weiterweg hielten wir um zwei Indiofrauen, die am Straßenrand auf eine Mitfahrgelegenheit warteten, einen Platz anzubieten. In der nächsten Ortschaft baten sie uns kurz zu warten und es dauerte nicht lange bis noch zwei weitere Frauen samt Baby ins Auto kletterten. Neugierig wurden wir von einer der Frauen über unsere Herkunft befragt. Auch die in der Zwischenzeit zur “Standardfrage” gehörende Auskunft warum wir denn in unserem Alter nicht verheiratet seien und noch keine Kinder hätten wollten die Frauen unbedingt wissen. Da die Indios in Ecuador untereinander “Quichua” sprechen verlief das Gespräch hauptsächlich über eine Frau, die gut Spanisch sprach und auch für die anderen dolmetschte. In der kurzen Zeit konnten wir vieles über die Indios die in dieser Gegend lebten erfahren. Bevor uns die fünf jedoch in Ríobamba verließen, zückte eine noch schnell ihr Handy und knipste ein Foto mit der Camera um es ihrer Familie zu zeigen.
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