Die einsame Überquerung des chilenischen Altiplanos

Über eine gute Asphaltstraße ging es zunächst kontinuierlich steigend in die Höhe. Bereits zum Mittagessen befanden wir uns auf über 4.000 m, was uns ganz schön außer Atem brachte. Kurz vor der Grenze zu Bolivien zweigten wir in eine einsame Schotterstraße ab, die zu den Geysiren Puchuldiza führte. Im Gegensatz zu den “El Tatio” – Geysiren konnten wir hier eine etwa 5-7 Meter hohe, kontinuierliche Wasserfontäne aus dem Boden schießen sehen. Im entstehenden Sprühregen bildete sich ein wunderschöner Regenbogen. Auch an zahlreichen anderen Stellen blubberte, rauchte oder schoss Wasser in die Höhe. Aufgrund des eisigen Windes, der auf dem Geysirfeld herrschte, entschieden wir uns noch ein Stück weiterzufahren und einen ruhigeren und vor allem wärmeren Stellplatz zu finden.

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In dem kleinen Dörfchen Mauque wurden wir fündig und parkten uns direkt vor die Kirche. Noch vor der nahenden Nacht füllte Martin Diesel aus dem neuen Kanister (mit Ausgießer und Entlüftungsschraube) verlustfrei (!!!) nach und mengte etwas Anti-Gefrier-Dieselzusatz bei. In Südamerika wird angeblich kein wintertauglicher Diesel verkauft und so muss man selber dem Gefrieren vorsorgen.
Am nächsten Morgen kämpfte sich Carlos weiter über die teilweise sehr sandigen Pisten und einige heikle Furten. Ein 4×4 Antrieb wurde für diese Strecke mehrfach in der Reiseliteratur empfohlen. Doch neben den fahrtechnischen Herausforderungen stellte sich die Orientierung auf dem einsamen Altiplano als schwierig heraus. Nur etwa ein Auto pro Tag begegnete uns auf unserer einsamen Route. Nach unserer bisher kältesten Nacht (im Auto -4°C bei Morgensonne) wollten wir rasch ein paar Kilometer hinter uns bringen, um das Auto aufzuwärmen und gemütlich Frühstücken zu können. Wir staunten nicht schlecht, als plötzlich nach einer Furt die Bremsen nicht mehr funktionierten – sie waren sofort beim Kontakt mit dem (Eis)-Wasser eingefroren. Gottseidank befanden wir uns auf einem relativ ebenen Abschnitt.
Als nächstes Ziel lag der Salar de Surire auf unserer Strecke. Neben einem heißen Natur-Thermenbecken bot sich der große Salzsee als idealer Beobachtungsort für Flamingos an. Drei verschiedene Arten, dieser edlen Tiere leben hier.

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