Calama

Unser Weiterweg führte uns durch die in der Wüste gelegene Minenstadt Calama. Wir ließen das Frühstück an diesem Tag aus um rechtzeitig beim PR-Büro der Betreibergesellschaft einzutreffen, um noch zwei Plätze für eine Besichtigungstour zu erhalten. Doch die Stadt schien wie ausgestorben. Mehrfach erhielten wir die Auskunft, dass es an diesem Tag keine Touren geben würde, doch warum dies so sei konnten wir nicht verstehen. Wir wollten dies jedoch nicht wahr haben und suchten die städtische Touristeninformation auf. Doch als auch diese (nach einer Stunde Wartezeit) nicht öffnete nahmen wir endlich die Tatsache in Kauf, dass es sich wohl um irgendeinen besonderen Tag handeln müsste. Schließlich wurden wir im Reiseführer bei der Auflistung der chilenischen Feiertage fündig – an diesem Tag hatten wohl vor vielen Jahren die Chilenen eine wichtige Seeschlacht vor Iquique gewonnen – nun war die Rätselslösung gefunden. Da wir jedoch keine Sicherheit hatten, am nächsten Tag die Minen besichtigen zu können, machten wir uns auf den Weiterweg Richtung Küste. Die Straße führte uns durch menschenleere Wüstenlandschaften und nach einem kurzen, kurvigen Abschnitt durch die ebenfalls staubige Küstenkordillere erblickten wir plötzlich den Pazifik, als wir die kleine Stadt Tocopilla erreichten. Tocopilla zeigte sich für uns als heruntergekommene hässliche Hafenstadt, die noch zusätzlich über ein großes Kraftwerk verfügte. Nicht einmal ein Kaffeehaus oder ein einladendes Restaurant ließ sich finden und so verließen wir schnellstmöglich wieder die Stadt und entschieden uns auf der Küstenstraße weiter Richtung Iquique zu fahren.
Wir fanden einen versteckten Stellplatz direkt am Meer.
Die Wellen rollten meterhoch auf die Felsenküste zu. Bei einem Erkundungsspaziergang beobachtete Martin zahlreiche Krabben, von denen er am liebsten eine gefangen hätte. Unzählige Seeigel, Seesterne, Vögel und sogar Robben zeugten vom Artenreichtum der Tierwelt des Pazifiks.

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