Bei der Fahrt vom Paso de Jama nach San Pedro de Atacama stellte nicht wie gewohnt die Grenze die höchste Erhebung dar, sondern es folgte auf der chilenischen Seite ein Hochplateau, das noch auf etwa 4.800 m anstieg. Die traumhafte Landschaft, mit zahlreichen kleinen Seen und vereisten Flüssen und die ersten Vicunas, entschädigten für die leichten Kopfschmerzen aufgrund der ungewohnten Höhe. Die Straße wandte sich immer wieder über kleine Pässchen. Umso größer war die Erleichterung, als die Straße endlich strichgerade Richtung San Pedro hinunter fiel.
Wir nächtigten auf ca. 3.000 m und genossen eine tolle Abendstimmung mit Ausblick auf die Atacamawüste und den Vulkan Licancabur, direkt an der bolivianischen Grenze.
Am nächsten Morgen passierten wir erst direkt vor San Pedro de Atacama die chilenische Grenzkontrolle und schafften es wieder ohne jegliche Verluste von Essensvorräten durch die Obst- und Gemüsekontrolle. Lediglich unsere Müllsäcke wurden konfisziert und zur Verbrennung freigegeben.
Wieder zurück in touristischer Zivilisation wollten wir uns wieder einmal über Internet mit dem Rest der Welt in Verbindung setzten. Doch die kleine Wüstenoase San Pedro zeigte sich für uns orientierungstechnisch herausfordernd und so parkten wir Carlos schlussendlich außerhalb des kleinen Zentrums und erkundigten zu Fuß die nähere Umgebung. Gestärkt mit Kuchen, Kaffee und Wifi gaben wir noch schnell unsere Schmutzwäsche ab und machten uns auf den Weg in das berühmte “Valle de la Luna”. Die einzigartige Mondlandschaft, die sich bei Sonnenuntergang von seiner schönsten Seite präsentiert, enttäuschte uns und zahlreiche andere Touristen nicht. Da man im “Valle de la Luna” nicht kampieren darf, fuhren wir noch ins nahe gelegene “Valle del muerte” und verbrachten dort eine sehr ruhige Nacht. Der nächste Tag sollte im Zeichen der Kultivierung der Männer stehen: Carlos erhielt eine dringend nötige Innenraumreinigung, etwas neue Kühlflüssigkeit für tiefe Temperaturen im Hochland und die provisorische Installation einer UV-Lampe, die unser Trinkwasser keimfrei machen soll. Martin bekam bei angenehm, warmen Temperaturen einen neuen Haarschnitt im Freien.
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