Bereits bald nach San Salvador de Jujuy in Argentinien stieg die Straße wieder in die uns bekannte karge, jedoch wunderschöne Landschaft mit riesengroßen Kandelaberkakteen an. Carlos kletterte tapfer unzählige Serpentinen durch die Cuesta de Lipán und kurz vor Sonnenuntergang suchten wir uns einen Schlafplatz direkt bei den “Salinas Grandes”, einem der größten Salzseen Argentiniens auf etwa 3.500 m. Bei einem kleinem, jedoch aufgrund der ungewohnten Höhe sehr anstrengenden Spaziergang beobachteten wir die vollbeladenen Salzlastwagen auf ihrem Rückweg in der Dämmerung und genossen dabei die unglaubliche Abendstimmung.
Nach einer kalten Nacht kletterten wir frühmorgens aus den Schlafsäcken und wollten uns sogleich warmen Tee kochen. Doch die Wasserpumpe des großen Wassertanks unter dem Auto funktionierte nicht – die Leitungen waren eingefroren. Gottseidank haben wir noch einen zweiten, kleinen Tank im Auto, der uns Wasser spendete. Doch als wir weiterfahren wollten, erwartete uns schon die zweite böse Überraschung. Carlos wollte nicht wegfahren – die Handbremse war angefroren, was wohl bei morgendlichen -7°C kein Wunder war. Nach ein bisschen vorsichtigem revanchieren lockerte sich die Bremse allmählich und Carlos tuckerte mit qualmenden Auspuff weiter Richtung Grenze. Auch ihm fehlte es scheinbar an Sauerstoff. Unsere Mittagspause verbrachten wir bereits auf über 4.000 m bei einem Flamingosee. Kurz darauf passierten wir die argentinische Grenzstation und wir folgten dem Altiplano bis auf eine Höhe von 4800 m.
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