Vulkan Lanín – 3776 m

Nachdem uns am Vulkan Villarica schon von der Weite die Schönheit des Vulkans Lanín ins Auge stach, wollten wir diesen Berg, der die höchste Erhebung in der Seenregion darstellt, noch unbedingt besteigen.
Obwohl der Anstieg in Büchern als relativ einfach beschrieben wird, zeigte sich der Berg für uns nicht von seiner einfachsten Seite. Auf Anraten eines Schweizer Bergführers hatten wir uns für eine illegale Besteigung von der chilenischen Seite entschlossen. Kurz vor der Grenze zu Argentinen fuhren wir eine sehr unwegige Straße Richtung Vulkan hinauf und machten uns nach einer kurzen Erkundungstour tags darauf mit zwei sehr schweren Rucksäcken auf den Weg Richtung Hochlager. Auf ca. 2200 m bauten wir unter windigen Bedingungen unser Zelt auf. Da uns die weitere Wegfindung deutlich Kopfzerbrechen bereitete, schlossen wir an den starken Anstieg noch eine kurze Besichtigung des Weiterweges an. Wir fanden jedoch lediglich Steigspuren. Auch wenn wir uns schon zeitig in die warmen Schlafsäcke kuschelten, stahl uns der peitschende Wind die eigentlich verdiente Nachtruhe. Am nächsten Morgen läutete der Wecker um 5.30 und nach einem kurzen Frühstück und Teekochen ging es in die sternenklare Nacht. Im Schein der Stirnlampen erkletterten wir die ersten Geröllfelder und waren froh, die Umgebung schon ein bisschen erkundet zu haben. Je weiter wir kamen desto unklarer wurde uns die Wegführung und wir verließen uns auf unser Gespür und waren sehr erleichtert als es dämmerte. Nach einigen Überlegungen, wo denn der Weg auf den Gipfel führen konnte entschieden wir uns richtig für die Querung einer Schneerinne und konnten sogar den offiziellen Anstiegsweg von Argentinien finden. Nach viel Geröll und losen Felsen kamen wir schlussendlich nach einigen äußerst stürmischen und anstrengenden Stunden alleine am felsigen Vorgipfel an. Die letzten 5 Meter am Eis auf den eigentlichen Gipfel trauten wir uns jedoch nicht mehr weiter, da der Sturm Anna fast verblasen hätte (zahlreiche blaue Flecken zeugten auch noch die nächsten Tage davon). Eine Wolkendecke, die sich so weit das Auge reichte erstrecke verwehrte uns die Sicht auf die umliegende Landschaft. Lediglich die höheren Vulkane blickten aus dem Wolkenmeer. Der Abstieg erfolgte rasch über Schnee und Asche- und Geröllfelder und nach einer kurzen Essens- und Verschnaufpause bei unserem Zelt waren wir am Abend froh wieder in unserem gemütlichen Carlos zu sein.

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