NP Perito Moreno – Ein Ort der Einsamkeit

Nach den touristischen Zielen (Torres del Paine, Gletscher Perito Moreno) strebten wir den abseits vom Tourismus gelegenen Nationalpark Perito Moreno an. Bei der Abzweigung trennten wir uns von Kerstin und Tobi, die vorerst weiter Richtung Norden wollten. Auf der Fahrt zum Nationalpark kam uns ein verzweifelter Tourist mit einem Mietwagen entgegen, der uns demonstrativ seine schlammverschmierten Hände präsentierte. Aufgrund der schlechten Fahrbedingungen hatte er umgedreht und uns damit ein flaues Gefühl für die nächsten 90 km bereitet. Anna und Carlos meisterten jedoch diese Fahrt ohne Probleme. Am Nationalparkeingang wurden wir freundlich vom Gardaparque (NP-Ranger) in Empfang genommen, der sich sichtlich freute Touristen zu sehen. Aus Österreich so meinte er, sei noch nie jemand hier gewesen. Bereits am Abend konnten wir wieder auf einen Himmel mit unzähligen Sternen blicken.
In den nächsten Tagen genossen wir zwei wunderschöne & einsame Wanderungen in der unberührten Wildnis Patagoniens. Türkisblaue Seen, wilde Gebirgsflüsse und unerreichbare, vergletscherte Gipfel luden zum verweilen ein. Beim Rückweg einer unserer Wanderungen fanden wir erstmals die berühmten Calafate-Beeren. Den kleinen, dunkelblauen Beeren die ein bisschen an Heidelbeeren erinnern, werden 2 Wirkungen nachgesagt: Einerseits soll der Verzehr verdauungsfördernd wirken, andererseits kehrt wer die Beeren isst wieder nach Patagonien zurück. Das mühselige Sammeln der Calafate Beeren wurde mit einem leckeren Glas selbstgemachter Marmelade belohnt. Auch unsere Solardusche kam in der Einsamkeit so richtig zum Einsatz. Leider zog nach drei tollen Tagen der starke patagonische Sturm und bereitete uns eine unruhige und wackelige Nacht in unserem Carlos. Nachdem das Wandern bei solchen Windgeschwindigkeiten beinahe unmöglich war und Martin leider nur vom Sturmwindsurfen auf patagonischen Seen träumen konnte, brachen wir wieder auf Richtung Norden.

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Bei der Weiterreise auf der Routa 40 machten wir noch einen Abstecher zur Cueva de los manos, einer Schlucht mit eindrucksvollen Felsmalereien.

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