Montanita – ein pazifisches Goa für Hippies, Aussteiger, Partyliebhaber und Surfer

Als nächstes Ziel peilten wir das beinahe berühmt-berüchtigte Partydorf Montanita an, das auch als eine der Top-Surfdestinationen von Ecuador gilt. Auch eine Spanisch-Schule konnten wir bald ausfindig machen, um endlich unsere katastrophale Grammatik aufbessern zu können. Um etwas Abwechslung zu haben stand nun morgendliches Surfen und nachmittägliches Spanischlernen am Programm. Doch wir mussten beide bald einsehen, dass es mit dem Spanisch deutlich besser lief als mit unseren Surfkünsten. Was wir uns als gemütlichen Sport vorgestellt hatten, stellte sich als intensivstes Rückenmuskulatur-Training und auch als eine gewisse Mutprobe heraus. Zahlreiche Wasch- und Tauchgänge waren dabei inbegriffen. Kein Wunder, dass unser Surflehrer Carlos von Kopf bis Fuß perfekt durchtrainiert war. Doch dank unseres sympathischen Surflehrers lernten wir bald auf den wackeligen Brettern aufzustehen und versuchten uns tapfer paddelnd in den kleineren Wellen. Martin musste seinen übermäßigen Ehrgeiz und einige gefährliche Surfversuche mit fast täglichen kleinen Verletzungen bezahlen. Am Ende des Strandes spielten gleichzeitig die besten Surfer Ecuadors mit ihren Brettern in den Wellen und kämpften um die begehrten Plätze für die Teilnahme an einem Wettkampf in Peru. Auch unser Surflehrer ließ sich das natürlich nicht entgehen und gewann in seiner Kategorie.

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Neben verspannten Rückenmuskeln und brummenden Köpfen vom Lernen verbrachten wir viel Zeit in den zahlreichen Lokalen des Ortes. In der Nacht verwandelte sich der Ort in eine dröhnende “Hölle”. Aus jeder Ecke drang eine andere viel zu laute Partymusik und Alkoholika jeglicher Art wurden allerorts angeboten. Neben Partylustigen und Surfern lebten noch viele Aussteiger und Hippies in diesem seltsamen Örtchen und versuchten sich ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Artesaniaprodukten oder selbst gemachten Brötchen zu verdienen. Dabei konnte man mitunter Rasterzöpfe die bis zum Allerwertesten reichten bewundern.
Nach zehn Tagen hatten wir genug von Montanita und suchten uns einen ruhigen Stellplatz am Strand von Manglaralto, das nur wenige Kilometer entfernt ist.
Frühmorgens beobachteten wir Männer, die ein riesiges Fischernetz aus dem Wasser zogen. Immer mehr Helfer eilten herbei und auch Martin beteiligte sich an der schweißtreibenden Tätigkeit. Unzählige kleine Fischchen hatten sich in dem Netz verfangen. Jeder der Männer steckte sich einen Teil der Fische ein, der Rest wurde auf einen Lastwagen weiterverladen. Auch wir wurden mit zwei schönen Fischen beschenkt die es dann zum Abendessen gab.

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